Resilienz

Dieses Haus ist aus meiner Heimat in Lettland. Ich habe es in meiner Kindheit täglich aus meinem Fenster gesehen. Typischer Sowjet Bau. Und es hat sich in letzten 30 Jahren nicht verändert.

Auch die Gehwege im Quartal, so nannten wir es damals und noch heute, sind mit Löchern und Unebenheiten geblieben. Ein Alptraum für Autofahrer. Ich habe es trotzdem in guter Erinnerung, weil als Kinder es Spaß gemacht hat, durch die Pfützen zu laufen. Wir waren recht erfinderisch und konnten uns über Kleinigkeiten freuen. Das habe ich bis heute versucht beizubehalten. Ich glaube, dass es mir sehr im Kampf gegen Depressionen hilft. Die kleinen Dinge, die kleinen Freuden des Lebens.

Dieses Haus „bekommt“ meine Zeichnung „Seemann“, weil es mich an einen bekannten russischen Song erinnert und auch zeigt, dass man verletzt ist, aber trotzdem nicht gebrochen wird. Wie ein Seemann, der im Wind und Sturm weiter es machen muss.

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